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Head over Heels: Die coolsten Breakdance-Crews weltweit

1969 veröffentlicht Funk-Legende James Brown den Song „Get on the Good Foot“- ein ganz neuer Tanzstil erblickt zum ersten Mal das Licht der Welt: Der Good-Foot Style. Die verrückten Moves, die James Brown bei seinen Konzerten immer wieder zum Besten gibt, finden in New York schnell Nachahmer und kommen bei Dancebattles zwischen einzelnen Crews der Bronx zum Einsatz. Aus dem „Good Foot“ wird bald „B-Boying“ und schließlich der heute bekannte Breakdance. Die Techniken waren zu dieser Zeit jedoch noch ganz anders als das, was wir heute vom Breakdance so kennen: keine Windmills oder Headspins – hauptsächlich sehr komplexe Beinarbeit und schnelle Moves, die am Boden praktiziert wurden. Heute gibt es tausende von Breakdance-Crews auf der ganzen Welt. Damals, sowie heute, ist Breakdance für viele Teenager nicht bloß ein Hobby, sondern ein Weg, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Durch hartes Training und Selbststudium machten sich so viele unbekannte Crews bald einen Namen und sind heute mehrfache Weltmeister. Also los geht’s, wir stellen euch hier einige der besten Crews aus aller Welt vor. 

 

SNK Crew (Oman) 

In den letzten 10 Jahren hat Hiphop hat im arabischen Oman immer mehr an Bedeutung gewonnen. Während es 2006 nur drei Breakdance-Crews gab, finden sich heute, verstreut im ganzen Land, immer mehr engagierte Gruppen. Die meisten von ihnen ließen sich von der SNK-Crew inspirieren. Begonnen hat alles, als ein Mitglied der Crew, Abdu Salam, 2001 eine DVD von seinem Trip nach Malaysia mitbrachte: Eine Aufzeichnung des größten Breakdance-Contests der Welt, dem „Battle of the Year 2000“. Abdu und seine Freunde erstellten Kopien und begannen, die Moves der Tänzer nachzuahmen und zu trainieren. Ihren ersten Auftritt hatte die SNK-Crew am French Institute und daraufhin ihre erste B-Boy Competition, bei der sie als Zweitplatzierte hervorgingen. Bald schon wurden internationale Medien auf die Jungs aufmerksam und sogar der britische TV-Sender BBC berichtete in einer Doku über sie. In Interviews betonen die Tänzer der SNK-Crew immer wieder: Breakdance-Battles stellen keine Kämpfe gegen andere Crews und Nationen dar. Es geht vor allem darum, Respekt und gegenseitige Anerkennung durch Tanz auszudrücken. Hier ein Battle der SNK Crew gegen die Red Ants Army:   

Ubuntu B-Boys (Nordafrika) 

Ubuntu ist ein afrikanischer Begriff, der wörtlich übersetzt so viel bedeutet wie „ich bin ich wegen dir“ und für eine Philosophie der Nächstenliebe steht. Das fanden einige Breakdancer aus Nordafrika cool und so tauften sie ihre Crew „Ubuntu BBoys“. Begonnen hat ihre steile Karriere im Jahr 2004, jedes der Mitglieder behielt dabei bis heute seinen ganz individuellen Style. Mit ihren vielfältigen Moves gingen sie bei den größten Battles der Welt schon mehrmals als Sieger hervor. Dabei war es ihnen stets wichtig, die Bedeutung hinter ihrem Crew-Namen an ihre Fans zu bringen: Alles was du tust, betrifft jemanden und alles was jemand tut, betrifft dich – für die Jungs ist Breakdance also nicht nur ein Hobby, sondern ihr Lifestyle und ihr Mindset. Im Video seht ihr ein kurzes Portrait über die Ubuntu-Boys:  

Dancefloor Destruction Crew (Deutschland)

Die „Dancefloor Destruction Crew“ ist vielen Deutschen aus der Sendung „Das Supertalent“ ein Begriff. Was viele nicht wissen: Die Jungs stammen aus dem kleinen Örtchen Schweinfurt, wo im Jahr 1999 Breakdance so gut wie niemand kannte. Damals noch zu viert, studierten die Jungs von DDC diverse Breakdance-Videos und ahmten die Bewegungen der Profis nach. Im Saal des Schweinfurter Jugendzentrums wurde regelmäßig und hart trainiert – so hart, dass sie schon bald Hausverbot bekamen, weil sie durch ihre Moves den Boden zerstört hatten. Immerhin brachte ihnen dieser „Vorfall“ den Namen „Dancefloor Destruction Crew“ ein, mit dem sie schon bald international durchstarten konnten. 2007 landeten sie im Finale der Castingshow „Das Supertalent“ und machten sich dadurch auch außerhalb der Breakdance Szene einen Namen. Heute touren die Jungs von DDC international und sind vor allem bekannt für ihre verrückten Performances, in denen sie Breakdance mit klassischer Musik oder Schlager kombinieren. Wie man sich das vorstellen kann? Seht selbst:

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