Synonyme und Vorkommen
Pyridoxin, Pyridoxol, Adermin
Vitamin B6 ist sowohl im Pflanzenreich als auch in der Tierwelt anzutreffen.
Vitamin B6-Gehalt ausgewählter Lebensmittel
| Lebensmittel | Vitamin B6 (mg/100g) |
| Huhn: | 0,3-0,6 |
| Leber: | 0,9 |
| Fisch: | 0,3-0,8 |
| Schweinefleisch: | 0,3-0,5 |
| Milch, Milchprodukte: | <0,1 |
| Reis: | 0,1-0,5 |
| Brot: | 0,1-0,2 |
| Pilze: | 0,1-0,2 |
| Spinat, Kartoffeln: | 0,3 |
| Tomaten: | 0,1 |
| Obst: | <0,1 |
| Walnüsse: | 0,78 |
Physiologische Bedeutung
Vitamin B6 ist an mehr als 100 enzymatischen Reaktionen in den verschie denen Bereichen des Stoffwechsels beteiligt. Besonders aktiv ist das Vitamin bei der Synthese von Aminosäuren. Aminosäuren sind Bausteine der Proteine.
Weiters spielt Vitamin B6 eine wichtige Rolle im Immunsystem, im Fettstoffwechsel und in der Wirkung von Sexualhormonen.
In der Tumorzelle ist der Vitamin B6-Stoffwechsel verändert, das Wachstum ist bei geringerer Vitamin B6-Verfügbarkeit beeinträchtigt.
Dosierung
Der Vitamin B6-Bedarf hängt von der Proteinzufuhr ab. Für Männer wird ein durchschnittlicher Wert von 1,8 mg, für Frauen 1,6 mg angegeben. Schwangere Frauen und stillende Mütter haben einen erhöhten Bedarf.
Mangelerscheinungen an Vitamin B6 findet man meist im Rahmen einer kombinierten Unterversorgung an Vitaminen der B-Gruppe. Symptome zeigen sich in Form von Hauterkrankungen und Nervenerkrankungen.
Toxizität
Die akute Toxizität von Vitamin B6 ist gering. Der Mensch scheint Mengen von 4-20 g problemlos zu vertragen. Chronische Toxizität äußert sich bei einer Zufuhr von 500 mg pro Tag über mehrere Monate durch das Auftreten einer Nervenerkrankung.