Ingredients

Niacin

Synonyme und Vorkommen

Nicotinsäure;
manchmal wird auch Nicotinsäureamid als Niacin bezeichnet.

Beide Substanzen können im Organismus ineinander übergeführt werden und haben den Stellenwert eines Vitamins, also einer lebensnotwendigen Substanz.

Niacin kommt vor allem in tierischen Produkten, in Fleisch und in Innereien vor.

In Getreidearten findet man Niacin vor allem in den äußeren Schichten des Getreidekorns, es geht daher beim Mahlen (hellem Mehl) verloren.

Niacin-Gehalt verschiedener Lebensmittel

Lebensmittel Niacin (mg/100g)
Rindfleisch: 7,5
Kalbsleber: 15,0
Schweinefleisch: 5,0
 
Hering: 4,3
Forelle: 3,4
 
Vollmilch: 0,09
Frauenmilch: 0,17
Butter: 0,03
Camembert (40% Fett i. Tr.): 1,57
 
Kartoffeln: 1,2
Karotten: 0,58
Tomaten: 0,53
Erbsen (Samen, grün): 2
 
Äpfel: 0,3
Birnen: 0,22
Bananen: 0,65
 
Haferflocken: 1,0
Weizenmehl (Type 405): 0,7
Kaffeebohnen geröstet: 13,7

(nach Souci - Fachmann - Kraut, 1989)

Bedeutung

Niacin ist an vielen Stoffwechselreaktionen im Körper beteiligt, wo es als Coenzym (Erklärung siehe Vitamin B2) tätig ist.

Dosierung

Empfohlen wird eine tägliche Zufuhr von 5-6 mg bei Kindern, 13-15 mg für Frauen, 15-20 mg für Männer, 20 mg für stillende Frauen.

Die Symptome eines Mangels an Niacin sind uncharakteristisch und beziehen sich vorwiegend auf das Nervensystem. Zunächst macht sich ein Mangel durch allgemeine Schwäche und Appetitverlust bemerkbar. Erst später kommt es zur klassischen DDD-Erkrankung: Dermatitis (Haut-entzündung), Diarrhö (Durchfall) und Demenz (Verblödung).
Die therapeutische Dosierung beträgt je nach Stärke der Stoffwechselstörung 1 g bis 3 g täglich zu den Mahlzeiten.

Toxizität: Vergiftungen sind bisher für den Menschen nicht beschrieben worden.