Vorkommen
Koffein kommt in der Natur in über 63 Pflanzenarten vor.
In den Blättern, Samen oder Früchten ist Koffein oft gemeinsam mit dem chemisch sehr ähnlichen Methylxanthinen, Theobromin und Theophyllin anzutreffen.
Die allgemein bekannten natürlichen Quellen von Koffein sind:
Die Kaffeebohne (Coffee arabica L. u. a. Arten; Koffein-Gehalt 1-2 Prozent), der afrikanische Kolasamen (Cola acuminata, Cola nitida; Koffein-Gehalt 2 Prozent) und Teeblätter (camelia sinensis; Koffein-Gehalt 1-5 Prozent).
Einen relativ hohen Koffein-Gehalt weisen die Samen des in Brasilien und Südvenezuela vorkommenden Guraná-Strauches (Paullina sorbilis; Koffein- Gehalt 4-8 Prozent) auf.
Bei den Getränken, die in Form eines Pflanzenextraktes hergestellt werden (Tee, Kaffee), kann der Gehalt an Koffein sehr unterschiedlich sein.
Die Art der Zubereitung und vor allem die Temperatur spielen eine entscheidende Rolle. Koffein ist in kaltem Wasse nur schlecht löslich.
Wirkung
Nicht immer kann man aus dem Koffein-Gehalt auf die Wirkung schließen, da andere Pflanzeninhaltsstoffe sowohl die Aufnahme in den Körper (in der Medizin spricht man von Resorption) als auch die Wirkung selbst beeinflussen.
Abgesehen davon muß auf starke individuelle Unterschiede und einen gewissen Gewöhnungseffekt beim Konsumenten hingewiesen werden.
Bei der Analyse des Koffeins auf den Menschen müssen daher weitere Faktoren in Betracht gezogen werden.
Koffein verweilt im Blut mit einer Halbwertszeit von 3,1 bis 6,7 Stunden. (1)
Unter Halbwertszeit versteht man jene Zeit, nach der nur mehr die Hälfte der Koffein-Konzentration im Blut gemessen wird.
Koffein reichert sich nicht im Körper an, sondern wird großteils über die Nieren in Form von Stoffwechselprodukten ausgeschieden. Lediglich 1 Prozent wird als Koffein ausgeschieden.
Die FDA (Food and Drug Administration) bezeichnet den täglichen Koffein-Konsum von 200 bis 300 mg für einen gesunden Menschen als unbedenklich. Dies entspricht ca. 3 bis 4 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Personen mit Zwölffingerdarmgeschwüren, Herz-Kreislaufstörungen sollten den Genuß von Koffein mit Ihrem Arzt abstimmen.
Bei üblicher Dosierung wirkt Koffein wie folgt:
Die Wirkung auf das Gehirn
150 bis 200 Milligramm Koffein - entspricht ca. 2 Tassen Kaffee – führen zu einer deutlichen Beeinflussung der physischen Grundfunktionen wie Antrieb und Stimmung.
Die Willkürmotorik ist höher (beim Maschinschreiben größeres Tempo bei geringerer Fehlerquote), das psychische Tempo ist beschleunigt, die Reaktionszeiten verkürzt. Die mnestichen Funktionen (Gedächtnisleistung), was Speicherkapazität und Fixierung betrifft, werden verbessert, wodurch der Lernprozeß erleichtert wird.
Koffein und die Gesundheit
1958 wurde Koffein von der FDA (Food and Drug Administration) auf die „GRAS-list“ (generally recognized as safe) gesetzt. Die FDA regte 1978 weitere Forschungen auf dem gebiet von Koffein an, um Unsicherheiten in Bezug auf die Gesundheit endgültig zu beseitigen. Heute gilt Koffein als eine der am besten untersuchten Substanzen in Lebens-bzw. Genußmitteln. Die Forschungsergebnisse der letzten Jahre zeigen keinen Zusammenhang zwischen dem mäßigen Koffein-Konsum und der Entstehung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Koffein-Gehalt von verschiedenen Getränken
| Tasse Kaffee: | 90-150 mg |
| Tasse löslicher Kaffee: | 60-80 mg |
| Tasse Tee: | 30-70 mg |
| Coca Cola: | 13 mg / 100 ml |
| Pepsi Cola: | 10,5 mg / 100 ml |
| POWER HORSE: | 32 mg / 100 ml |