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DIE AUßERGEWÖHNLICHSTEN JUGEND-BEWEGUNGEN WELTWEIT

Jugend ist Spaß, Jugend ist Revolution, ist Rebellion, ist anders sein als der Rest. Jugendbewegungen gibt es auf der ganzen Welt, alle leben sie innerhalb ihrer Gruppen nach bestimmten Regeln. Es gibt politische, soziale, kreative und jene, die sich für bestimmte Musikrichtungen oder Sportarten begeistern. Alle haben sie jedoch eines gemeinsam: Aus der Masse herausstechen und anders sein. Aber was sind die coolsten, kuriosesten oder revolutionärsten Bewegungen? Wir haben die vier außergewöhnlichsten für euch herausgesucht.

Dürfen wir vorstellen, ...

1. Die Hipster

Als seien sie gerade aus dem Bett gerollt, wirkt der Look von Hipstern zwar ungewollt, aber im eigenen Rahmen stets „on fleek“. Man findet sie verteilt auf der ganzen Welt - wer sich selbst jedoch mit dem Hipstertum identifiziert, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, in eine der Hipsterhochburgen Berlin, London oder New York zu ziehen. Er trägt meist Hornbrillen, Skinny-Jeans und natürlich einen gepflegten, „männlichen“ Vollbart. Das wichtigste Accessoire seines weiblichen Pendants ist der sogenannte Dutt oder schlicht offene Haare im „messy“ Style und Second-Hand Klamotten im Oversize-Look. Ihr Hab und Gut transportieren Hipster in Jutebeutel, die auf Electro-Festivals oder bei Indie- Rockkonzerten immer dabei sind. Sie sehen sich selbst als Intellektuelle, interessieren sich für Politik, Klimawandel und ihre eigene Gesundheit. Darum lieben sie und achten stets auf Bio-Nahrungsmittel, die fair gehandelt wurden, meist ohne tierisches Leid auskommen, welche sie in trendy Pop-Up Restaurants zu sich nehmen. Trotzdem gehören auch durchgefeierte Partynächte zu ihrem Lifestyle.

2. Die Yoruba-Boys

Er ist eines der neuesten Phänomene der nigerianischen Jugend: Der Yoruba-Boy – auch Yoruba-Demon genannt. Sein „Signature-Look“ sind, bodenlange, wallende Gewänder – sogenannte Agbadas - und dazu passende Kopfbedeckungen. Als selbst ernannte „gutaussehende Männer“ aus dem kultvierten Teil Nigerias, bezeichnen sie sich als den süßen Alptraum einer jeden Frau. Ihr Ziel ist es, die Herzen der Ladies zu erobern und wohl oder übel zu brechen. Es gilt vor allem jene zu überzeugen, die kein Interesse an ihnen zeigen. Der Yoruba-Boy ist auf jedem Event in seiner Umgebung zu finden und auf diversen Social-Media Plattformen sehr aktiv – vor allem auf Twitter und Instagram, wo er unter dem Hashtag #yorubaboy oder #yorubademon seinen Lifestyle und die Yoruba-Mode zur Schau stellt. Meistens ist er in Gruppen Gleichgesinnter in der Stadt Lagos zu finden.

3. Megabiskate

Skateboarden bedeutet Freiheit, Selbstbewusstsein und Nächstenliebe für sie. Die äthiopische Skateboard-Gruppe Megabiskate ist mittlerweile eine Community mit mehr als hunderten von Jungen und Mädchen, die dieselbe Leidenschaft fürs Skateboarden teilen. Sie tragen keine speziellen Klamotten, noch befolgen sie bestimmte Rituale – im Fokus steht der Sport. Der äthiopische Musiker Israel Dejene, der das Skateboarden zuvor in Schweden für sich entdeckt hatte, gründete die Gruppe als eine Art Wochenendbeschäftigung und gleichermaßen als Ablenkung von dem harten Arbeitsalltag der Jugendlichen in seiner Nachbarschaft. Das Wort „megabi“ bedeutet übersetzt „anderen Leben geben“ – so auch das Motto der Gruppe: Sie bringen sich gegenseitig Tricks bei und helfen sich aus mit Equipment. 2015 bekam die berühmte Skateboard-Legende Tony Hawk Wind von der Gruppe und beschenkte Megabi mit hunderten von Skateboards.

4. Die Saudi-Arabischen Hip-Hopper

Im Jahre 2000 gewann Hip-Hop im Saudi-Arabischen Raum mehr und mehr an Bedeutung. Dabei steht nicht nur die Musik Vordergrund, sondern vor allem der Lifestyle, für den sich mehr und mehr junge Männer entscheiden. Für einige gehört dazu das Tragen von Baggypants, Bandanas, Basecaps und Sonnenbrillen, als Anlehnung an den amerikanischen Style. Andere verzichten gänzlich auf „Bling-Bling“ und fokussieren sich auf die Essenz des Hip-Hops – den Ausbau der Lyrics, ihrer Inhalte und Beats. In den letzten 15 Jahren entwickelten sich verschiedene Ausformungen des Arab-Rap: Manche davon sind bekannt für kontroverse Texte und harsche Kritik am System, andere haben es sich zur Aufgabe gemacht, positive Botschaften zu transportieren. Sie erheben keinen Anspruch darauf, ihren amerikanischen Vorbildern zu folgen und vermeiden Schimpfwörter in ihren Texten. Das Internet und Social-Media verhalfen dem Underground-Genre innerhalb weniger Jahre zu mehr Popularität und immer größer werdender Relevanz für junge Saudis.

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